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Ehrenamtliche Mitarbeit

AGA SPENDENKONTO
Konto-Nr.: 99 12 900
BLZ: 604 500 50
Kreissparkasse Ludwigsburg


Die Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA) e.V. ist als gemeinnützig anerkannt. Spenden sind steuerlich absetzbar.

in Kooperation mit:

Anamur Çevre Doga ve Turizm Dernegi AÇED


DAS MEERESSCHILDKRÖTEN-SCHUTZPROJEKT IN ANAMUR

Unechte Karettschildkröte/Anamur-Türkei

Niststrand der Unechten Karettschildkröte ihn Gefahr - Schützen Sie in Anamur die bedrohte Kinderstube dieser Meeresschildkröten!

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass der Strand von Anamur zu den bedeutendsten Niststränden der Unechten Karettschildkröte (Caretta caretta) im Mittelmeerraum zählt. Bis zu 1000 Nester konnten hier in einer Nistsaison gezählt werden. Und jedes Nest ist wichtig, denn im Durchschnitt erreicht nur einer von 1000 Schlüpflingen das fortpflanzungsfähige Erwachsenenalter. Der Schutz der Niststrände ist auch deshalb besonders wichtig, weil Meeresschildkröten zur Eiablage immer nur an den Strand zurückkommen, an dem sie selbst geschlüpft sind.

Aber der Niststrand von Anamur ist akut bedroht:


Strassen werden bis an den Strand gebaut, Schutzzonen werden nicht eingehalten und helle Straßenlaternen leuchten bis an den Strand.
Sandklau im großen Ausmaß für den Bau von Häusern zerstört den Niststrand und trägt zur weiteren Erosion am Strand bei.
Durch wild abgelagerte Abfälle erhöht sich die Anzahl der Nesträuber wie Füchse und Katzen am Strand. Diese Plündern die frischen Eigelege und fressen die gerade geschlüpften Schildkrötenbabies auf ihrem Weg ins Meer.
Große Hotelkomplexe am Strand sind geplant, Strandcafes werden am Niststrand gebaut, oft ohne Genehmigung.

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Erfolgreiche Nistsaison 2008

Seit 2008 setzt sich die Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA) e.V. zusammen mit der Partnerorganisation ACED, die sich in Anamur für eine nachhaltige Entwicklung einsetzt, für den Schutz der Niststrände und der einzelnen Nester ein.

Über 800 Gelege wurden in 2008 am etwa 12 km langen Strand von Anamur von den Meeresschildkröten gezählt. Im Rahmen des Schutzprojektes wurden die Nester kartiert und mit speziellen Käfigen vor Fressfeinden und Menschen geschützt. Die Schutzmaßnahmen wurden durch den Einsatz von rund 40 freiwilligen Helfern aus Deutschland und Österreich unterstützt.

Auch der Schlupf der jungen Meeresschildkröten wurde von Schutzmaßnahmen begleitet, die verhinderten, dass die Schlüpflinge durch künstliche Beleuchtung von ihrem Weg ins Meere abgelenkt wurden. Mehr als 55.000 geschlüpfte Jungtiere sind ein erfreuliches Ergebnis und geben Anlass zur Hoffnung.


Außerdem konnten Kinder bei speziellen Malaktionen am Strand Schutzkäfige für die Nester bemalen und sich über die Meeresschildkröten an "ihrem" Strand informieren. Belohnt wurden die Kinder mit der Geschichte von Tosbi, einer Meeresschildkröte, die am Strand von Anamur geschlüpft ist und nach vielen Jahren wieder an den Strand zurückkehren will, um ihre eigenen Eier zu vergraben. Das Kinderbuch wird von der AGA und ACED herausgegeben, um Kinder spielerisch an das Leben und Verhalten sowie den Schutz der Meeresschildkröten heranzuführen. Die Geschichte wird in türkischer, englischer und deutscher Sprache erzählt.

 

Schutz der Meeresschildkröten unter erschwerten Bedingungen

Aufgrund der Erfolge und prinzipiell guten Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden im Projektjahr 2008 wurde eine Fortsetzung des Projektes durch die AGA, in enger Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation ACED, geplant und beantragt. Die Erteilung der Genehmigung für den Einsatz von Biologen und freiwilligen Helfern zum Schutz der Nester und Schlupfaktivitäten wurde von den Behörden für das Projektjahr 2009 an erschwerende, nicht zu akzeptierende Bedingungen geknüpft. Insbesondere ein nicht zu rechtfertigender erhöhter Finanzeinsatz ohne erkennbare Gegenleistung und das Verbot der freien Berichterstattung durch AGA und ACED führten dazu, dass wir diese Auflagen nicht akzeptieren konnten.

Über die Gründe für die Auflagen der Behörden kann nur spekuliert werden. Aber es liegen beispielsweise Pläne vor, im Küstenbereich von Anamur Fischzuchten anzusiedeln. Dies hätte fatale Folgen für die Meeresschildkröten und den Niststrand. Die AGA wird sich für den Schutz der Meeresschildkröten und notfalls gegen die Ansiedlung von Fischzuchten einsetzen. Dies wäre unter den Auflagen der Behörden nicht möglich.

Behördenrückschritt erfordert verstärkten Schutzeinsatz


Nach diesem Rückschritt der Behörden ist der verstärkte Einsatz der AGA und ACED zum Schutz der Meeresschildkröten dringend nötig. Mit verstärkter Umweltbildung soll die Akzeptanz für die Meeresschildkröten und das Schutzprojekt vor Ort erhöht werden. Außerdem muss der Wert des Niststrandes für Anamur verstärkt aufgezeigt werden, insbesondere indem nachhaltige, alternative Einkommensquellen im Gegensatz zu kurzfristigen Gewinnen aus möglichen Fischzuchten etabliert werden.

Desweiteren müssen die Aktivitäten und Mängel beim Schutz der Meeresschildkröten dokumentiert und Verbesserungen bei den Behörden eingefordert werden.

Geben Sie den Meeresschildkröten eine Stimme


Für unseren Einsatz zum Schutz der Unechten Karettschildkröte am Strand von Anamur sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Bitte helfen Sie uns, den Meeresschildkröten eine Stimme zu geben und den Schutz ihres Niststrandes, ihrer Nester und ihres Nachwuchses einzufordern.

Bitte unterstützen Sie uns jetzt mit Ihrer > Spende

und helfen Sie den Meeresschildkröten in Anamur.

Oder verschenken Sie eine Schutzurkunde

> Caretta-Schutzurkunde

 

Spendenkonto der AGA: 99 12 900, BLZ: 60450050

KSK-Ludwigsburg

IBAN: DE25604500500009912900

BIC-Code: SOLADES1LBG

(Stichwort: Anamur)

Herzlichen Dank für Ihre wertvolle Unterstüzung!

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Pressemitteilung

23.04.2010

keine Fischzuchten im Schildkröten-paradies

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Malaktion mit Kindern

Malaktion mit Kindern

Werbeplakat für Fachtagungen

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Bilder:

© Birgit Felgentreu

© ACED, © Naki TEZ